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PTV gewinnt Urban Solutions' Pitch zur CeBIT 2012

17.01.12 14:08 Age: 122 days

PTV gewinnt Urban Solutions' Pitch zur CeBIT 2012

 

RIO-Methode zur Optimierung von Lichtsignalanlagen überzeugte die Jury


Der Verband BITKOM hat heute die Gewinner des Urban Solutions' Pitch bekannt gegeben: Die PTV AG, Anbieter von Software und Consulting zur Verkehrsplanung, erhielt den Preis für die beste Lösung im Bereich "Mobilität und Logistik". Mit RIO, einer innovativen Methode zur Optimierung von Lichtsignalanlagen (LSA), setzten sich die Karlsruher Verkehrsoptimierer gegen 70 Mitbewerber durch. Auf der CeBIT 2012, die vom 6. bis 10. März in Hannover stattfindet, präsentiert PTV die RIO-Methode im Rahmen der Sonderausstellung "Urban Solution" in Halle 8.

RIO steht für "Road Intersection Optimization" und ist eine neue Methode zur zielgerichteten LSA-Steuerung. Entwickelt wurde sie von den Verkehrsoptimierern der PTV. "Bislang werden die Steuerung von Lichtsignalanlagen einer einzelnen Kreuzung oder einer Sequenz von Kreuzungen analysiert und darauf basierend die Signalprogramme optimiert", erklärt PTV-Vorstand Thomas Haupt. "Doch diese eingeschränkte Betrachtung ergibt kein konsistentes Bild des gesamten Verkehrsflusses." Mit der RIO-Methode eröffnet sich hingegen die Möglichkeit, den Verkehrsfluss eines wesentlich größeren Bereichs zu betrachten, bis hin zu einer kompletten Stadt - einschließlich konkurrierender Verkehrsströme. "Damit kann man den Verkehrsfluss erstmals normativ planen, entsprechend optimieren und lenken", sagt Haupt.

Darüber hinaus lässt die Optimierung von LSA auf Basis von Verkehrszählungen bislang noch keine Prognose zu: Hier wird lediglich die aktuelle Verkehrssituation wiedergegeben. Anders verhält es sich bei der RIO-Methode. Diese erlaubt es, eine Plattform für den Verkehr aufzubauen, mit der man viele verschiedene Szenarien durchspielen kann.  Die RIO-Methode fußt auf einem nachfragebasierten Verkehrsmodell. Das
macht sie sehr gut skalierbar - sowohl räumlich als auch zeitlich oder eben für verschiedene Szenarien des Verkehrsmanagements. Ändern sich die Gegebenheiten, zum Beispiel durch Baustellen oder einkaufsstarke
Tage, kann die LSA-Schaltung rasch angepasst werden.

"Angewendet wird die RIO-Methode bereits in Brasilien sowie in der Dominikanischen Republik", berichtet Haupt. "Bei der Anwendung kommt unsere Verkehrsplanungssoftware VISUM aus der Produktfamilie PTV
Vision zum Einsatz." Die Software zeichnet sich durch einen ganzheitlichen, integrierten Ansatz aus und arbeitet meistens auf Navigationsnetzen wie sie auch für die Autonavigation verwendet werden. Die durch die RIO-Methode erzeugten Daten lassen sich auf allen Ebenen der Verkehrsplanung und Verkehrstechnik nutzen. So eignet sich die PTV-Innovation sowohl für die Lösung singulärer Problemstellungen als auch zur Bearbeitung komplexer urbaner Dauerstauphänomene.

PTV im Internet: www.ptv.de