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IT2Rhine zieht positive Bilanz
IT2Rhine zieht positive Bilanz
Trinationale IT-Kooperationsplattform der Oberrheinregion schließt ersten Projektabschnitt ab
Mit Ende 2011 findet das deutsch-französisch-schweizerische Projekt-Netzwerk IT2Rhine einen ersten Abschluss. Hier haben in den letzten 3 Jahren mehr als 15 Institutionen und IT-Netzwerke als Vertreter von über 2.500 Unternehmen der Branche grenzübergreifend wichtige Grundlagen erarbeitet, um die Oberrheinregion als IT-Standort voranzubringen.
Nach der analytisch geprägten Grundlagenarbeit der vergangenen 3 Jahre soll in der angestrebten zweiten Phase schwerpunktmäßig die Umsetzung entwickelter Ansätze und Strategien ins Auge gefasst werden.
Eine grenzübergreifende Strategie
Man spricht nicht nur deutsch in diesem Projektkreis: Mit schweizerischem Einschlag, auf Französisch, und oft auch auf Englisch fassen die Akteure von IT2Rhine zusammen, was die Projektarbeit der vergangenen drei Jahre für sie bedeutet. Und was sie sich von der Zukunft erhoffen. Ziel dieses Netzwerkes der IT-Netzwerke am Oberrhein ist der Aufbau einer langfristigen IT-Strategie für die gemeinsame Region. In 6 Arbeitsgruppen haben Wirtschaftsförderer, Unternehmen, Branchenexperten und Wissenschaftler über die vergangenen drei Jahre wichtige Grundlagenarbeit für die zukünftige Verfolgung dreier Kernaufgaben geleistet: Kompetenzausbau, Unterstützung von Geschäftsaktivitäten und Marketing für die IT am Oberrhein.
Standortkenntnis als Entscheidungshilfe
Die nachhaltige Bindung von IT-Kompetenzen soll die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Region langfristig sichern. Hierfür wurden in den vergangenen Jahren maßgebliche Daten erhoben – das IT-Bildungsangebot der Region wurde von Ausbildung über Weiterbildung bis hin zu Studiengängen erhoben und bewertet, um es zukünftig optimieren zu können. Auch die parallel verfolgte Vernetzung von IT-Unternehmen und –Clustern in der grenzübergreifenden Region erwies sich bereits in dieser ersten Phase als vielversprechend. Schon jetzt hat sie Netzwerke und Unternehmen näher an die Märkte der Partnerregionen gerückt und zu ersten Geschäftskontakten geführt. Diese Anfänge sollen in einer zweiten Projektphase gezielt ausgebaut werden. Ist der Oberrhein durch seine ausgeprägte Hochschullandschaft wie auch durch international erfolgreiche Unternehmen der IT bekannt, so soll er auch als attraktive, dynamische Marke im Bereich IT noch stärker nach außen vermarktet werden.
Chancen bei grünen Themen
Einen besonderen Stellenwert in der Arbeit von IT2Rhine spielen Themen, die das Netzwerk mit der dynamischen Branchenentwicklung auf der Höhe halten. Unter dem Begriff Green IT – Sammelbegriff für die Aspekte Energieverbrauch, Verwertung elektronischer Abfälle und CO2-Vermeidung – wurde ein Schwerpunktthema identifiziert und durch eine Studie beleuchtet.
Angeschrieben wurden über 1.100 Unternehmen der IT am Oberrhein, um eine Basis für weiterführende Fragestellungen zu erarbeiten. Möglicherweise desillusionierend aber auch wesentlich ist das Untersuchungsergebnis, dass GreenIT-Maßnahmen überwiegend aus Einsparungsgründen durchgeführt werden. Weiterreichende Zertifizierungen und Programme im Bereich Green IT stehen hingegen bisher noch nicht im Zentrum des unternehmerischen Interesses.
Grenzübergreifende Erhebungen zeigen Handlungsbedarf im Bildungssektor
Zur Analyse zukünftiger Erfordernisse an die IT-Ausbildung befragte eine Arbeitsgruppe („Bedarfsanalyse über Wissen und IT-Schulung am Oberrhein“) 130 deutsche und französische Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Runden zu den zukünftigen Kenntnissen und Fähigkeiten sowie zum Bedarf hinsichtlich hochqualifizierter Kompetenzen. Bei bereits heute konkretem Fachkräftemangel im IT-Bereich werden für bestehendes Personal insbesondere die Weiterbildungsangebote der Region als verbesserungswürdig betrachtet. Eine ähnliche Sicht herrscht hinsichtlich Weiterbildungsinstitutionen, spezifischer IT-Messen sowie IT-Veranstaltungen. Mit Blick auf den grenzübergreifenden Wirtschaftsraum werden zudem die bestehenden Sprachbarrieren und der Ausbau qualifizierter Sprachkompetenzen als vordringliche Aufgabe ausgemacht, um die als zu selten eingeschätzten grenzüberschreitenden Kooperationen zu fördern. Die Ergebnisse einer weiteren Arbeitsgruppe („Analyse des IT-Werdegangs und seiner Evolution“) zu grenzübergreifenden Ausbildungsangeboten identifiziert sogar deutliche Mängel gerade im grenznahen Bereich, der gegenüber Bildungspartnerschaften, die den weiteren geografischen Rahmen suchen, weit zurückfällt.
Ausblick: Weiterarbeit auf solider Basis
Mit einer breiten Basis an Ergebnissen sowie gut ausgebauten Kontakten zu Wissenschaft und Wirtschaft in der Region, sehen sich die Akteure von IT2Rhine gut gewappnet für den wesentlichen zweiten Schritt des Netzwerkes. Ergebnisse will man verwerten durch politische Empfehlungen, Lobbyarbeit sowie den Ausbau und die Vermarktung von Netzwerk und Region auf internationaler Ebene.
Die IT-Branche des Oberrheins soll von dem Netzwerk profitieren, das aus ihm gewachsen ist: Durch ein qualifiziertes Bildungs- und Personalangebot, rege regionale und überregionale Geschäftskontakte und vor allem ein sich räumlich über den unmittelbaren Grenzbereich hinaus öffnendes Geschäftsfeld.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Homepage www.IT2Rhine.com.
