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Karlsruhe ist "Fahrradfreundliche Kommune"
Karlsruhe ist "Fahrradfreundliche Kommune"
Erste Bürgermeisterin Mergen nahm in Stuttgart Landesauszeichnung entgegen

Erste Bürgermeisterin Margret Mergen nahm von Verkehrsminister Hermann die Anerkennung als "Fahrradfreudliche Kommune" entgegen. Zum Preis gehört auch ein Fahrradzähler. Das Display der Säule zeigt die Anzahl der Radler auf einer Strecke an. Bildrechte: Stadt Karlsruhe
Die Landesauszeichnung wurde der Stadt am Freitag, 28. Oktober, vom Minister für Verkehr und Infrastruktur, Winfried Hermann, verliehen. Neben Karlsruhe erhielten auch Offenburg und Freiburg die Anerkennung für die Radverkehrsförderung. Erste Bürgermeisterin Margret Mergen nahm das Zertifikat des Ministers entgegen und stellte Karlsruhes Weg zur Fahrradstadt vor. Basis ist das vom Gemeinderat beschlossene "20-Punkte-Programm" zur Förderung des Radverkehrs, welches Radverkehr als System begreift. Neben einem Ausbau der Infrastruktur setzt es unter anderem auf Service und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Schutzstreifen für Radfahrer in der Blücherstraße, eine ebenerdige Querung der alten B10 für Radler oder die Verlängerung der Fahrradstraße in der Sophienstraße gehören zu den jüngeren Neuerungen.
Mit Hinweis auf Freiherr von Drais betonte Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, dass sich Karlsruhe in dieser Tradition besonders dem Radfahren verpflichtet fühlt. Sie freue sich über die Auszeichnung, so Mergen, die Ansporn sei, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu machen. Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer, Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme seien die obersten Gebote bei dem Vorhaben, Karlsruhe zu einer Fahrradstadt zu machen. Radfahrer hätten den Vorteil, mobil zu sein ohne den Stadtraum zu belasten. Für das Radfahren bedarf es im Vergleich zum Kfz-Verkehr weniger Parkraum, Radler verursachen keine Emissionen - und sie bleiben fit.
Den Fahrradzähler - eine etwa zwei Meter hohe Säule - wird die Stadt an einem von Radfahrern oft frequentierten Standort aufstellen. So können alle Radfahrerinnen und Radfahrer sehen, wie viele Gleichgesinnte vor ihnen bereits an dieser Stelle vorbei gefahren sind.
