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SCHLOSSLICHTSPIELE 2016

7. August bis 25. September in Karlsruhe

 

 

 

NEO2012 – UNISENSOR Sensorsysteme GmbH gewinnt den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK)

Werner Eckert, Leiter der Redaktion Umwelt und Ernährung im SWR, und TRK-Vorsitzender Heinz Fenrich überreichten den Preis im Rahmen der IWRM

UNISENSOR Sensorsysteme GmbH heißt der Gewinner des Innovationspreises NEO2012, der im Rahmen der IWRM (Integrated Water Resources Management) vergeben wurde. In diesem Jahr gäbe es keinen besseren Ort als diese internationale Fachmesse mit Wasserexperten, begrüßte Britta Wirtz, Sprecherin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK), die Teilnehmer. Der Innovationspreis der TRK wurde 2012 zum Themenfeld „Wasser“ ausgeschrieben. „Etwa 1,4 Milliarden Menschen auf unserem Planeten haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Hier besteht weltweit Handlungsbedarf“, betonte Oberbürgermeister Heinz Fenrich.

UNISENSOR entwickelte in Kooperation mit dem Technologiezentrum Wasser (TZW) das Online-Analysesystem „ORGANOTRACE 100“, das innerhalb kurzer Zeit organische Spurenstoffe in Wasser - einerlei ob Trinkwasser oder etwa Moorwasser - nachweisen kann. Bisher bleiben gerade kurzfristige Einträge von Chemikalien durch Unfälle oder gezielte Verschmutzungen von Wasserressourcen leicht unentdeckt, weil Analysen mit Laborverfahren aufwendig sind und lediglich in längeren Zeitabständen erfolgen. Das Neue am Sensorsystem: „ORGANOTRACE 100“ kann nun Stoffe bis in den einstelligen Mikrogramm-pro-Liter-Bereich beziehungsweise je nach Schadstoff noch darunter bestimmen - das entspricht der Menge von einem Stück Würfelzucker gelöst in einem Schwimmbecken. Innerhalb von wenigen Minuten wird eine Messung durchgeführt. Derzeit können bis zu vier Messungen pro Stunde durchgeführt werden. Folglich ist es für die zeitnahe Überwachung sensibler Wasserressourcen prädestiniert. ORGANOTRACE erzielt dabei eine hohe Messgenauigkeit, die bei Online-Systemen bisher nicht möglich war und weist eine nahezu wartungsfreie Betriebsweise mit wenig Verbrauchsmaterialien auf.

Globale Relevanz des Online-Sensorsystems: Beitrag zur Sicherung der Wasserqualität
Die Untersuchung der Wasserbeschaffenheit ist von globalem Interesse, vor allem im Bereich der Trinkwasseraufbereitung und -verteilung und beim Fortschritt des Umweltschutzes. Muss etwa mit ungewollten Einträgen von Schadstoffen, wie zum Beispiel Pflanzenschutzmitteln, gerechnet werden, ist eine kontinuierliche Kontrolle der Wasserbeschaffenheit mit wartungsfrei arbeitenden Online-Sensorsystemen und automatisierter Alarmgenerierung optimal. Dadurch lässt sich die Qualitäts-
überwachung verbessern und das Gefährdungsrisiko unerwarteter Wasserkontami-
nationen entscheidend minimieren. Das Online-Sensorsystem stellt eine Innovation für präventives Risikomanagement in der Trinkwasserversorgung dar, betonte Werner Eckert, Leiter der Redaktion Umwelt und Ernährung im SWR, der die Laudatio auf den Preisträger hielt und zusammen mit Oberbürgermeister Heinz Fenrich den Preis an Unisensor übergab. Professor Dr. Gunther Krieg, der den Preis als Gründer und Gesellschafter der UNISENSOR Sensorsysteme GmbH in Empfang nahm, freute sich sehr über diese Auszeichnung: „Die TechnologieRegion Karlsruhe und der Technologietransfer ermöglichten innerhalb kürzester Zeit die Umsetzung dieser Innovation.“

Die Ausschreibung

Die Ausschreibung

Zeigen Sie uns Ihre Umwelttechnologien!
Gesucht wurden anwendungsorientierte Arbeiten zu innovativen Umwelttechnologien im Bereich Wasser mit den Handlungsfeldern Ökobilanzen, Ökosysteme, Wasserchemie und Geophysik.

Überzeugende Leitidee
Gesucht wurden Innovationen, denen eine überzeugende Leitidee zugrunde liegt. Die Innovation soll einem breiten Publikum vermittelbar sein und einen wichtigen Beitrag zur Lösung einer aktuell bedeutsamen wasserfachlichen Fragestellung liefern. Eine reine Grundlagenforschung soll nicht Gegenstand der Bewerbung sein.

Marktfähigkeit
Gesucht wurden Innovationen, die auf ein marktfähiges Produkt oder eine Dienstleistung zielen. Produkte oder Dienstleistungen, die seit Jahren auf dem Markt erhältlich sind und im allgemeinen Bewusstsein keine Neuerung mehr darstellen, sollten nicht Thema der Bewerbung sein.

Globale Relevanz, Internationalität
Gesucht wurden Innovationen, die eine globale Relevanz erwarten lassen und eine internationale Dimension entweder in ihrer Entstehung oder in ihrer Anwendung aufweisen. Produkte und Dienstleistungen, die regional begrenzt sind, sollten nicht Gegenstand der Bewerbung sein.

Bezug zur TechnologieRegion Karlsruhe, der Metropolregion Rhein-Neckar oder der Trinationalen Metropolregion Oberrhein
Gesucht wurden Innovationen, die in einer Einrichtung im Ausschreibungsgebiet entwickelt wurden oder der maßgebliche Initiator/Entwickler aus diesem Gebiet stammt, dort studiert hat, beschäftigt ist oder ein sonstiger Bezug gegeben ist.

Das Vergabeverfahren

Das Vergabeverfahren

Die Ausschreibung erfolgt zweistufig. Die Teilnehmer konnten sich bis Montag, 11. Juni 2012, über eine vorgegebene Kurzbewerbung bewerben. Nach einer Vorauswahl durch eine Jury, wurden für zehn Bewerbungen weiterführende Ausarbeitungen angefordert. Von diesen Einreichungen, die bis Montag, 3. September 2012, zu übermitteln waren, nominierte die Jury nun fünf Arbeiten.

Die Jury

Die Jury

Der Innovationspreis bietet objektive Rahmenbedingungen: Eine hochkarätige Fachjury mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wählt die zehn besten Einsendungen aus.

Der Jury gehören folgende Mitglieder an:

  • Bernd Bechtold, Präsident der
    Industrie- und Handelskammer Karlsruhe
  • Dr.-Ing. Peter Fritz, Vizepräsident Forschung und
    Innovation des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
  • Prof. Dr.-Ing. Christoph Heinzelmann,
    Leiter der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)
  • Dr. Josef Klinger, Geschäftsführer
    des Technologiezentrums Wasser (TZW)
  • Prof. Dr. rer. nat. Karl-Heinz Meisel, Rektor der
    Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
  • Peter Roth, Geschäftsführer
    der Hydro Energie Roth GmbH
  • Prof. Dr. Volker Saile, Chief Science Officer
    des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
  • Prof. Dr. Hartwig U. Steusloff
    Fraunhofer IOSB Karlsruhe
  • Prof. Dr. Marion A. Weisenberger-Eibl,
    Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI
  • Dr.-Ing. Karl-Friedrich Ziegahn, Programmleiter des KIT-Zentrum Energie am Karlsruhe Institut für Technologie (KIT)

Die Nominierten

Die Nominierten

Wie sieht die Wasserversorgung der Zukunft aus? Und wie kann die Wasserqualität sichergestellt werden? Diesen Fragen haben sich auch die von der Jury ausgewählten Finalisten gestellt, deren neue technologische Lösungen bei der Preisverleihung vorgestellt werden.

Dr. Frank Fuchs vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF) in Freiburg entwickelte ein autonomes Infrarot-Laser basierendes Messsystem zur Trinkwasserüberwachung. Verunreinigungen werden ermittelt und in weniger als einer Minute liegt ein Messergebnis vor. Das System läuft vollautomatisch bei geringem Wartungsaufwand. Die Schlüsselkomponente des Systems ist der am IAF hergestellte Quantenkaskadenlaser.

Das Online-Sensorsystem ORGANOTRACE von Prof. Dr. Gunther Krieg, UNISENSOR Sensorsysteme GmbH aus Karlsruhe, ermittelt ebenfalls gefährliche Stoffe im Trinkwasser. Eine Wasserprobe wird verdampft, kondensiert, gesammelt, temperiert und in die Messküvette gebracht. Dies alles erfolgt im ORGANOTRACE und wird über einen anlagengesteuerten Rechner durchgeführt.

Auch Almut Gerhardt, LimCo International GmbH in Konstanz, hat ihr Projekt der Überwachung von Wasser gewidmet - allerdings dem Abwasser. Durch den "Multispecies Freshwater Biomonitor", der erstmals weltweit in eine Kläranlage integriert wurde, erfolgt die Abwasserüberwachung.

Regenwasser sammeln, reinigen, ableiten und versickern in einem Bauteil, das ist die Idee von Claus Huwe, HAURATON GmbH & Co. KG aus Rastatt. Drainfix Clean, eine Filtersubstratrinne, ermöglicht über viele Jahre eine hoch wirksame Niederschlagsreinigung.

Prof. Dr. Manfred Wilhelm, Institut für Technische Chemie und Polymerchemie am KIT in Karlsruhe, hat sich der Meerwasserentsalzung verschrieben. Durch eine neuartige Methode quellen ladungstragende Polymernetzwerke (Hydrogele) im Meerwasser. Durch die Ladungen auf dem Polymer wird Salz aus dem Meerwasser abgehalten und salzarmes Wasser aufgenommen. Unter Druck wird dieses ausgepresst und Frischwasser gewonnen.

Die Preisverleihung/Dotierung

Die Preisverleihung/Dotierung

Im Rahmen der Preisverleihung werden alle nominierten Arbeiten präsentiert und der Preisträger des NEO2012 – Der Innovationspreis der Technologie-
Region Karlsruhe bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Konferenz "Integrated Water Resources Management" (IWRM) am 21. November im Kongresszentrum Karlsruhe statt.
Der NEO2012 – Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe ist mit 20.000 Euro Preisgeld dotiert.

Die Teilnahmebedingungen

Die Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, Wissenschaftseinrichtungen, Institutionen, Unternehmen und Vereine, die einen signifikanten Bezug zur TechnologieRegion Karlsruhe, der Metropolregion Rhein-Neckar oder der Trinationalen Metropolregion Oberrhein nachweisen können, z. B. Geburtsort, Studium, Arbeitsort, Sitz des Unternehmens oder der Einrichtung und die definierten Kriterien erfüllen.

Die bisherigen Preisträger

Die bisherigen Preisträger

Um die Gewinner des NEO2011 zu sehen, klicken Sie bitte hier.

Um die Gewinner des NEO2010 zu sehen, klicken Sie bitte hier.

NEO2012 - Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe
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