Aktuelle Termine

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1.
Juli

Peter-und-Paul-Fest in Bretten

Vom 1. Juli bis zum 4. Juli 2016 wird in Bretten das älteste – seit 1504! – und größte südwestdeutsche Heimat- und Volksfest gefeiert. An vier Tagen...
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2.
Juli

Blickkontakt: Veranstaltungsreihe zur Balance von Beruf, Familie und Freizeit

Time matters – Priorisierung in Beruf und Alltag Reines Zeitmanagement greift zunehmend zu kurz und wir fühlen uns trotz vieler bekannter Ansätze...
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3.
Juli

Swing in Stutensee 2016

Seit mehr als 12 Jahren bietet „Swing’in’Stutensee“ den Gästen eine Kombination von anspruchsvoller Live-Musik und kulinarischen Köstlichkeiten vor...
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Veranstaltungs- übersicht

How to build Smart Energy Regions

4. bis 5. Juli in Ettlingen

Heinrich Hübsch 2013



Josef Offele, Oberbürgermeister a.D.
Vorsitzender der Kulturkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe
und des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein

Neue Blicke auf einen Großen der Architektur:
Die TechnologieRegion Karlsruhe erinnert an Heinrich Hübsch

 

Immer wieder wurden und werden in der heutigen TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) Zeichen gesetzt: in Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, Architektur und auf vielen anderen Gebieten. Breite und Spitze in Forschung, Technik und Kunst haben unsere Region geprägt und vielfältige Spuren hinterlassen, und es ist unsere Aufgabe, diese Spuren sichtbar zu machen – jedoch nicht beschränkt auf einen rein historischen Blick in die Vergangenheit, sondern auch als Ansporn und Anregung für unsere kreativen Kräfte in Gegenwart und Zukunft.

Einer derer, dessen Schaffen entlang des gesamten Oberrheins und darüber hinaus stilbildend gewirkt hat, ist Heinrich Hübsch. An seinen 150. Todestag wollen wir in diesem Jahr erinnern. Zahlreiche Gesellschafter der TRK haben zusammengewirkt, um in rund 20 Einzelveranstaltungen das Wirken dieses Großen der Architektur des 19. Jahrhunderts auch darauf zu hinterfragen, wo sein Denken und Arbeiten nachwirkt bis in unsere heutige Zeit.

Einmal mehr spiegelt sich in dieser Veranstaltungsreihe die vitale Kultur in den Landkreisen, Städten und Gemeinden der TechnologieRegion Karlsruhe wider. Mein Dank gilt allen, die dieses Veranstaltungsprogramm ermöglicht haben, in erster Linie Herrn Thomas Adam von der Stadtverwaltung Bruchsal für die konzeptionelle und organisatorische Mitwirkung. Herrn Dr. Ulrich Maximilian Schumann danke ich für die engagierte wissenschaftliche Begleitung des Programms. Unseren Besucherinnen und Besuchern wünsche ich zum Heinrich-Hübsch-Jahr 2013 viele interessante Stunden in einer ebenso vielfältigen wie kreativen und innovativen Region.



Dr. Ulrich Maximilian Schumann
KIT, Fachgebiet Baugeschichte
Präsident der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft

Farbig, luftig, sinnlich, ehrlich:
Gedanken zur Architektur von Heinrich Hübsch zum 150. Todestag

 

Den Badenern ist er vor allem als Architekt einzigartiger Bauwerke bekannt, von Kunsthalle und Botanischem Garten in Karlsruhe, der Trinkhalle in Baden-Baden, der Bruchsaler Justizvollzugsanstalt und anderer. Heinrich Hübschs Bauten gehören zu den spektakulärsten und schönsten des 19. Jahrhunderts. Mit ihrer Eleganz, ihren fortschrittlichen Konstruktionen und ihren auffälligen Farben und Materialien erweisen sie sich als Meisterwerke der Romantik.

Hübschs Bedeutung aber reicht weit über die Architektur und über seine eigene Zeit hinaus. Er selbst verstand sich als Künstler und Konstrukteur einer modernen Welt. Tatsächlich waren es mehr noch als seine Bauten seine Schriften, in erster Linie das Büchlein „In welchem Style sollen wir bauen?“ von 1828, die ihn zu einem der einflussreichsten und zugleich umstrittensten Architekten machten. Kein anderer wagte es so offen, Rationalität und Spiritualität zu verbinden. Aus dem Material und der Technik des Bauens sollte eine neue Kunst entstehen. Darin kündigten sich die Romantik und die Abkehr vom Klassizismus seines Lehrers Friedrich Weinbrenner an. Die Architektur sollte farbig, luftig, sinnlich und ehrlich werden.

Es sind vor allem diese Themen, die ihn auch für spätere Generationen und bis heute interessant und aktuell werden lassen. Sie sind in seinen Bauten wiederzuerkennen, aber auch im wegweisenden Lehrmodell der Polytechnischen Schule, die er in Karlsruhe baute und leitete, und aus der später die Technische Hochschule, dann die Universität Karlsruhe und schließlich das KIT wurde.

Veranstaltungen und Veranstaltungsorte im Heinrich-Hübsch-Jahr 2013

 

1

3. April | 20. Mai | 11. August

„In welchem Style sollen wir bauen?“: Zum 150. Todestag Heinrich Hübschs
Karlsruhe: Botanischer Garten

2

3. April

Neue Blicke auf Heinrich Hübsch
Karlsruhe: Staatliche Kunsthalle

3

6. April

Heinrich Hübsch in Baden-Baden
Baden-Baden: Trinkhalle und Friedhofskapelle

4

7. April

Heinrich-Hübsch-Tag in der Kunsthalle Karlsruhe
Karlsruhe: Staatliche Kunsthalle

5

14. April

Mit der typischen „Hübsch-Handschrift“:
St. Cosmas und Damian in Untergrombach
Bruchsal: Pfarrkirche St. Cosmas und Damian Untergrombach

6

17. April

Strafvollzug und Denkmalschutz:
Die JVA Bruchsal zwischen Geschichte und Zukunft
Bruchsal: Vortrag im Rathaus am Marktplatz

7

18. April

Ein Podium für Heinrich Hübsch – heute?
Material – Konstruktion – Stil
Karlsruhe: Gesprächsforum im Architekturschaufenster

8

23. April

Johann Belzer: Der Baumeister des Architekten Heinrich Hübsch
Landkreis Rastatt: Vortrag im Landratsamt

9

10. Mai

Wohliges Auge, starkes Mauerwerk: H. R. Hiegel über Heinrich Hübsch
Karlsruhe: Staatliche Kunsthalle

10

16. Mai

Weinbrenner, Hübsch & Co.: Baudenkmäler im Murgtal
Gaggenau: Vortrag in der Stadtbibliothek

11

2. Juni

St. Dionysius in Baden-Oos:
Orgelkonzert mit dem Kirchenmusiker Siegfried Engl
Baden-Baden: Pfarrkirche St. Dionysius Baden-Oos

12

16. Juni

Heinrich Hübsch – Baudirektor in Karlsruhe
Ettlingen: Exkursion der Museumsgesellschaft

13

21. Juni bis 21. Juli

Vorbild und Muster vieler Kirchen: St. Cyriakus in Karlsruhe-Bulach
Karlsruhe: Pfarrkirche St. Cyriakus Bulach

14

23. Juni

Die Hesperiden-Haine des Heinrich Hübsch
Karlsruhe: Botanischer Garten

15

16. Juli

150 Jahre Grundsteinlegung: Die St. Gallus-Kirche in Altschweier
Bühl: Pfarrkirche St. Gallus Altschweier

16

8. September

Nicht neoromanisch, nicht neogotisch:
Die Pfarrkirche St. Laurentius in Kronau
Landkreis Karlsruhe: Pfarrkirche St. Laurentius Kronau

17

8. September

Von der Großherzoglichen Finanzkanzlei zum Regierungspräsidium
Karlsruhe: Regierungspräsidium

18

15. September

Mit Blick auf die „pittoresque Situation“:
Die evangelische Kirche in Zaisenhausen
Landkreis Karlsruhe: Evangelische Kirche Zaisenhausen

19

Oktober

Neuerscheinung „Heinrich Hübsch“ in der Reihe „Karlsruher Köpfe“

Heinrich Hübsch: Leben und Wirken

 

1795

Geboren am 9. Februar in Weinheim

1811 – 1813

Besuch des Gymnasiums in Darmstadt

1813

Beginn des Studiums an der Universität Heidelberg (Philosophie und Mathematik)

1815

Eintritt in die private Karlsruher Bauschule Friedrich Weinbrenners, der seine Schüler zur Beschäftigung mit mittelalterlicher Architektur anregt

1817 – 1819

Reisen nach Italien, Athen und Konstantinopel

1820

Staatsprüfung bei Friedrich Weinbrenner

1822

Veröffentlichung „Ueber griechische Architectur“, anschließend zweiter Italienaufenthalt

1824

Anstellung als Lehrer an der Gewerbeschule des neu gegründeten Städelschen Instituts in Frankfurt; Bestrebungen zur Reform der Architektenausbildung, die Hübsch auf einheitliche wissenschaftlich-technische und handwerkliche Basis stellen will

Seit 1825

Verwirklichung erster eigener Bauwerke

1828

Veröffentlichung der architekturtheoretischen Schrift „In welchem Style sollen wir bauen?“

1832

Leitung der Karlsruher Baufachschule (Lehrtätigkeit bis 1854)

Seit 1833

Realisierung bedeutender Bauwerke, u. a. das Hauptgebäude der Karlsruher Universität, das Westwerk des Speyrer Doms, die Kunsthalle Karlsruhe, die Trinkhalle Baden-Baden und die Bauten im Botanischen Garten Karlsruhe, außerdem rund 30 Kirchen für beide Konfessionen am Übergang von Klassizismus zum Historismus

1838 – 1860

Verschiedene weitere Reisen nach Italien

1845

Ernennung zum großherzoglichen Baudirektor

1850

Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg

1863

Gestorben am 3. April in Karlsruhe