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6. August

Region erwartet Bevölkerungswelle

16.12.15 12:55 Alter: 224 days

Region erwartet Bevölkerungswelle

 

Flächenreserven mobilisieren


„Die Region kann sich auf die dritte Bevölkerungswelle seit dem Ende des zweiten Weltkrieges einstellen“, kommentiert Verbandsdirektor Gerd Hager die neuesten Berechnungen des Statistischen Landesamtes. Demnach soll die Bevölkerung der Region Mittlerer Oberrhein bis Ende des Jahres 2020 um fast 50.000 Menschen steigen. Das entspricht einem Zuwachs von fast fünf Prozent oder der Einwohnerzahl von Rastatt. Vergleichbar sei dies mit der Zuwanderung nach der Wiedervereinigung und der Welle der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit.

„Wie sich letztlich die Neubürger auf die Region verteilen, das lässt sich nicht detailscharf voraussagen“, so Hager. Da stelle sich zunächst die Frage nach den jeweiligen Bauflächenreserven der Kommunen. Als Beispiel nennen die Regionalplaner die Stadt Karlsruhe, die laut Statistik bis zum Ende des Jahrzehnts fast 30.000 Zuwanderer unterbringen soll. „Davon profitiert sicherlich auch das Umland“, spekuliert Verbandsdirektor Hager, „denn auch die Siedlungsverdichtung hat ihre Grenzen“. Umgekehrt gelte nach wie vor das planerische Ziel des sorgsamen Umgangs mit der knappen Ressource Bauland, selbst wenn nach den Berechnungen des Regionalverbandes in der Region ausreichend Siedlungsreserven für Wohnraum vorhanden seien. „Die Schwierigkeiten beginnen bei der schnellen Mobilisierung der Reserven. Hier benötigen wir innovative Planungen, integrative Konzepte und die Akzeptanz bei den Menschen vor Ort.“

Den Scheitel der dritten Bevölkerungswelle erwarte das Statistische Landesamt für das Jahr 2022 mit rund 1.061.500 Einwohnern. Anschließend werde mit einem allmählichen Rückgang der Bevölkerung gerechnet. Auch im Jahr 2035 – bis zu diesem Stichjahr reicht die Prognose – sollen noch 40.000 mehr Menschen als heute in der Region leben. Die Bevölkerungsdichte werde bis 2022 von 472 auf fast 500 Einwohner pro Quadratkilometer steigen – dies sei weiterhin etwa zweimal so viel wie im Bundesdurchschnitt.

„Die aktuelle Vorausrechnung kalkuliert ein doppelt so hohes Wachstum wie bei der Prognose vor eineinhalb Jahren. Die neuen Zahlen berücksichtigen die aktuelle Entwicklung, die nur wenige so erwartet haben“, so Hager. Damit reagiere das Statistische Landesamt auf die hohen Wanderungsgewinne aufgrund des Zustroms an Flüchtlingen im Jahr 2015, die in die Vorausrechnung einfließen. Für 2016 werde in den Annahmen bereits von einer etwas geringeren Flüchtlingszahl ausgegangen. Mittelfristig erwarte das Statistische Landesamt einen deutlichen Rückzug in die Herkunftsländer. Das leite die Stuttgarter Behörde aus den Erfahrungen nach dem Jugoslawienkrieg ab.

Nach den neuesten Vorausberechnungen gebe es bis zum Jahr 2020 in der Region fast nur noch Wachstumsgemeinden, angeführt vom Oberzentrum Karlsruhe, den Mittelzentren wie Bretten, Bruchsal und Rastatt aber auch kleinere Gemeinden wie Gondelsheim, Bietigheim oder Steinmauern würden dazugehören. Nach wie vor seien aber auch Kommunen dabei, deren Bevölkerungszahl künftig weiter abnehmen soll, zum Beispiel im oberen Murgtal. „Die Nähe der Kommunen zu den Arbeitsstätten und den Versorgungseinrichtungen spielt auch bei den Neubürgern eine wichtige Rolle, so dass das Angebot an Bau- und Wohnflächen nur ein Auswahlkriterium für den Lebensmittelpunkt darstellt“, so die Einschätzung des Regionalverbandes. Urbane Siedlungstypen mit Geschosswohnungsbau und guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr würden verstärkt nachgefragt werden. Daher sei ein Dialog zwischen den Kommunen im Verdichtungsraum notwendig, um die Entwicklung von Wohnbauflächen an die Nachfrage abzustimmen.

Nach einer aktuellen Erhebung des Regionalverbandes gibt es in der Region rund 300 Hektar, die im Innenbereich der Kommunen noch erschlossen werden könnten. Dazu kommen 1.400 Hektar geplante Wohnbauflächen in den Flächennutzungsplänen, die noch nicht bebaut sind, sowie 1.900 Hektar potenzielle Siedlungsflächen im Regionalplan. Den prognostizierten 50.000 Neubürgern ließe sich rein rechnerisch auf einer Fläche rund 600 Hektar eine zweite Heimat bieten.

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein im Internet: www.region-karlsruhe.de